Archiv für Dezember 2013

Psssst…

Riot Bike Records Labeltour 2013

Riot Bike Labeltour 2013. Viertägige Fahrrad-Tour durch drei Kleinstädte. Mit allen Labelbands. Na ja, fast allen. Erstmals mit Mario. Und noch drei allerletzte Male mit Brian.

Start Donnerstag. 13 Uhr. Treffpunkt Rote Flora. Wie immer. Ersten Bus beladen. Weiter nach Hamm zum neuen Proberaum. Begrüßungsorgie. 17 gut gelaunte Menschen. Zweiten Bus beladen. Und endlich los! Maica Rosa Vogel im CD-Spieler. Später noch Best-of Roxette, zusammengestellt vom Labelboss. Fängt ja gut an. A7 runter. Kein Stau. Celle. Buntes Haus. Dreimal dran vorbei gefahren. Irgendwann das Riesengelände gefunden. Skatebordbahn und Autowerkstatt inklusive. Erstmal Graffitis. Und Tags. Und zig Aufkleber. Und Bierchen. Die vier Gloomster begrüßt. Endlich vollzählig. Nur sieben zahlende Gäste. Egal. Hauptsache Wiebke und Anhang sind da. Und Steff und Borsti von Alarmsignal. Cool! Wir trinken. Essen vegane Suppe. Lecker. Wie vor acht Wochen im besetzten b16. Gleiche Crew halt. In Celle ist leider nix los. Wir trinken. IchSucht starten. Wir trinken. Danach ContraReal. Wir trinken. Dann wir. Stemmen erstmals betrunken auf der Bühne. Sibbe abermals. Ori zurecht etwas angepisst. Brian übergibt an Mario. Für drei Stücke. Set wird spontan gekürzt. Falko (mit k) singt alles mit. In einen Dreierstecker. Später küsst er einen Fahrradständer. Autsch! Gloomster beenden den ersten Abend wohl. Filmriss Stemmen.

Freitagmittag. Neben 20 Riotradler_innen in einem Meer aus Matratzen aufgewacht. Guten Morgen auch! Frühstücksbuffet. Ebenfalls ganz gut. Abermals danke, liebe Celler! An einer Hauswand ContraReal-Tag mit Spar + Penny ergänzt. Allesamt zum Weihnachtsmarkt. Heimlich Lebkuchenherz für Ori beschriften lassen. Und natürlich Pommes essen bei Frau Frites. Mit der ganzen Crew. Den Frittentanten erklärt wer wir sind und was Punk ist: Techno mit Text nämlich. Im Regen zurück zum Laden. Singend. Jede Zelle meines Körpers ist glücklich… Am Laden noch mal über das ContraRealSparPenny-Tag gelacht. Weiter Richtung Ruhrpott. An einer Autobahn-Raststätte zufällig die Alarmsignale getroffen. Kurz überlegt unseren Auftritt mit deren im Duisburger Djäzz zu tauschen. Merkt sicher eh keine_r. Knapp eine Stunde später Ankunft. In Mülleima’n der Ruhr aber. Ach, geliebtes AZ! Kurz Klamotten ausgeladen. Zu viert Kneipe aufgesucht. Das Heimspiel am TV gucken. Komisches Gefühl nicht dabei zu sein. Unterhalb der Minileinwand probt eine Coverband. Jede Pöbelei geht in deren Richtung. Herrliche Missverständnisse. Zu den Klos im ersten Stock führt eine mächtige Treppe. So „Dinner for one“-mäßig. Stemmen stolziert mehrmals herab. Lässt sich dabei filmen. Und neues Bier kommt ohne Nachfrage. Schön hier. Der magische FC verliert nebenbei gegen den Tabellenführer. Natürlich. Und wieder 0:3 wie während der Wastedfalen-Tour. Schlechtes Omen. Zurück zum Laden. Reste essen. Unter den 80 Gästen sehr viele Bekannte und Freunde begrüßt: Cocktailbar Stammheim. Mülheim Asozial. RilRec-Maks. Sabbi. Plastic Bomb-Micha. Und und und. Und Frittentante Chrissi van Holland grüßt über FB, ha ha. Der rotzenvolle Fortune wird per Stagediving von Sibbe empfangen. Fantastische Stimmung. Und perfekter Sound! ContraReal starten heute und ballern echt alles weg. Gloomster danach sowieso. Und IchSucht ebenso. Wahnsinnig gute Auftritte! Für einige von uns sogar jeweils die besten. Dann müssen wir ran. Stemmen reißt während dem zweiten Song „No-Go-Area“ eine Saite. Ausgerechnet jetzt gibt es Ärger mit einem Punk mit Hakenkreuz-Ohrring. Unfassbar dumm. Minutenlange Pause. Gitarrentausch. Danke übrigens nochmal Chrizzler! Der Idiot wird aus dem Haus gekickt. Nazi-Punks fuck off! Es folgt unser mindestens zweitschönstes Konzert. Ori bekommt vor „Genie und Wahnsinn“ das Lebkuchenherz überreicht und den Song gewidmet. Er strahlt wie ein Honigkuchen. Alles wird mitgesungen. Pogo. Bierduschen. Ein überwältigendes Gefühl jetzt hier spielen zu dürfen. Vor allem auch für Brian. Mario darf für vier Songs ran. Eine sehr, sehr lange Nacht beginnt…

Samstag. Großes Frühstücksbuffet von Sandra. Ey, vielen lieben Dank dafür! Und sowieso für die ganze Orga und so! Wir essen gemütlich. Fegen den Laden. Räumen auf. Danny und Paul pendeln derweil irgendwo in Mülheim zwischen Glühweinstand und Arbeiterkneipe. Seit Stunden. Ori und Brian gelingt es zwischendurch ContraReal-Manager Simon aus dem Säuferkreis zu befreien. Die Busse werden beladen. Kurz vor der Abfahrt schlechte Nachrichten aus Gotha: Das Juwel ist von 30 Nazihools aus Gera angegriffen worden. Da wo wir in vier Stunden antanzen werden. Die gute Laune ist erstmal dahin. Abfahrt ins Ungewisse. Ab jetzt ständiger Kontakt mit den Leuten vor Ort. Der geplante Vortrag über die Flora-Demo am 21.12. muss eventuell ausfallen. Shit! Das Abendessen im Laden ebenso. Wir essen unterwegs auf einem Autohof. Halbgare Pommes mit Pampe. Oder Nudeln („Ausgehöhlte Pommes“) mit Tomatenmatsch. In Gotha schleichen angeblich kleinere Fascho-Schlägertrupps durch die Straßen. Wir bereiten uns vor. Auf alles. Circa 19:30 Uhr: Ankunft in Gotham City. Alles seelenruhig. Die Hausbewohner haben den Angriff abgewehrt. Mal wieder. Ist leider Alltag hier. Danach blieb es ruhig. Unsere Stimmung löst sich schlagartig. Irgendwie auch peinlich. Nicht mal die Busse parken wir woanders, sondern genau vor dem Laden. Wir nisten uns im ersten Stock ein. Das Backstagebier hört den Knall nicht. Der Vortrag startet um 20:15 Uhr. Danke Rebecca! Danke Bero! Und Essen gibt es auch noch: Reis mit Scheiß. Super lecker. Fettes Kompliment an alle Köche! Und sowieso riesengroßen Respekt für dieses wunderschöne Haus und den Kampf dafür! Heute starten Gloomster. Ein Heimspiel quasi. Und als Zugabe natürlich noch einmal „In Gotha gibt’s nen Laden“… Scherz! Natürlich „Asozial“ von Toxoplasma. Viel geiler! Und jetzt wir mit unserm Heulsusenpunk. Na klasse. Auftritt aber auch ganz gut. Nach 2/3 des Sets spielt Brian mit uns noch einmal „Halbleeres Glas“. Jenem Song, den wir vier im Januar 2010 als allerersten zusammen komponiert haben. Der Kreis schließt sich. Liebes Pferdchen, abermals x-fachen Dank für die grandiose, gemeinsame Zeit! Hach, schöne Geschichte. Mario übernimmt und spielt die letzten fünf Songs. Und ab sofort immer alles. Auch „Spreaded fingers“. Das war es für uns. Bier. Pfeffi. Zigaretten. Ziemlich junges Publikum hier. Um die 100 Gäste. Coole Stimmung. Nach uns spielen ContraReal. Das Dreigestirn ist wie immer richtig gut drauf. Am Ende wird jeder Song an Dennys Mikro mitgegröhlt. Nur die Mikrofonwackler nerven etwas. Als Ersatzmikro wird der Dreierstecker schon mal zurecht gelegt. IchSucht beenden dann die Tour mit einem Monsterauftritt! Sie starteten die Sause am Donnerstag ja auch. Was für eine bombastische Abschlußparty! Unbeschreibliche Szenen. Für immer unvergessen. Sämtliche Dämme brechen. Direkt nach dem Konzert großes Gruppenfoto: Jaaa mir san mit’m Radl da! Oh man. Das Foto muss später wiederholt werden. Die Belichtung versagte. Scheißegal. Am Riot Bike-Plattenstand fragt jemand nach „grenzwertigem Oi“. Der Brüller des Abends. Wir müssen ihn leider enttäuschen. Das große Kuscheln beginnt. So viele tolle Menschen. Später die Nacht gibt es allerdings noch kleinere Hauereien mit ein paar Grauzonen-Skins. Und im Kampf um eine Jacke wird unser Bassist von einem anderen bekannten Bassisten geba… äh… gebissen. Der Gloomster-Sänger bekommt sein Kleidungsstück aber, kurz vor der Abfahrt zurück nach Eisenach, natürlich wieder. Alle sind glücklich. Jungs, es war toll mit euch! Bis ganz bald. Die zurück gebliebenen Hamburger_innen versacken nach und nach an der Theke…

Sonntag. Beim Wachwerden sind die Busse bereits beladen. Nur keinen Stress! Erstmal frühstücken. Gegessen wird Stuhl an Stuhl entlang der gesamten Flurwand. Wie im Wartezimmer. Schönes Bild. Nur der Doktor sieht heute wieder schäbig aus. Tausend Dank für alles, liebe Juweliere! Wir sehen uns nächste Woche bei der Demo in unserer Stadt! Rückfahrt. Noch einmal vier gemeinsame Stunden. Zeit um die tollen Tage Revue passieren zu lassen. Weitere Lacher über Baustellen-Smilys und die Bürger-Ini in Kallmerode. Gegen 18 Uhr: Ankunft am Probraum. Zweiten Bus ausladen. Ringsum wird sich verabschiedet. Die ContraReal-Typen möchten nicht gehen. Beide stellen sich immer wieder hinten an. The never ending say goodbye. Niemand möchte nach Hause. Mit dem ersten Bus geht es zur Flora. Die letzten Sachen ausladen. Ein allerletztes Tschüss. Tour vorbei.

Wir sind überglücklich dass wir dabei sein durften und danken euch allen für diese unvergesslichen und jetzt schon legendären Tage!
Die perfekte Organisation und der entspannte Ablauf dieser Labeltour war nur ein weiterer Beleg dafür was für Supersympathen hinter Riot Bike Records stehen.
Danke Martin! Danke Chrizzler!

NPP <3 RBR!

RiotBikeLabeltourGruppenFoto