Weil uns selbst schlichtweg die Worte fehlen…

http://bergkamen-infoblog.de/todesfall-uberschattet-jubilaumsfeier-konzert-heute-im-yellowstone-abgesagt/

Die Krombacherkellerkinder sind wahrscheinlich die Band, welche ich in meinem Leben am meisten live gesehen habe. Alleine zwischen 2000 und 2003 standen sie dreimal im Lineup auf selbst veranstalteten Konzerten im Sauerland. Ich habe sogar noch immer mein weißes Kellerkinder-Shirt aus dieser Zeit, wo hinten groß ‚Groupie’ draufsteht.
Ich hab diese Band geliebt und ich tue es immer noch.
Und wenn ich ehrlich bin hab ich mir in den letzten Monaten mehrfach in den Arsch gebissen, nachdem klar wurde, dass ich bei ihrem Revival-Gig Ende April nicht vor der Bühne mitfeiern kann, weil ich selbst auf einer stehen werde.

Am letzten Donnerstagabend hab ich Dave per Mail noch zum Label-Jubiläum beglückwünscht und mich „entschuldigt“, weil ich halt aufgrund des eigenen Release-Konzertes leider nicht zur Party ins JuZ Yellowstone kommen kann. Unseren neuen Song „Kellerkinder“ hab ich ihm dabei mitgeschickt. Seine Antwortmail nur 20 Minuten später endete mit den Worten: „Vielleicht spielen wir ja doch nochma zusammen, vielleicht machen wir noch ein paar Gigs, wenn es uns Spaß macht. DANKE für den Support, und Dir auch ein GEILES Wochenende!“

Am Freitag, nicht mal 30 Stunden danach, als wir das Stück so gegen halb Zwölf live im Hafenklang gespielt haben und ich es mit einem Gruß ins „knapp 350km entfernte Bergkamen“ ankündigte, wo eben jene Krombacherkellerkinder nach Jahren mal wieder selbst auf der Bühne standen, war Bo dort bereits verstorben.
Es ist kaum fassbar.

So dämlich es in diesem Augenblick auch klingen mag, aber das einzige was mich hier in meinem kleinen Kellerzimmer grad nicht verzweifeln lässt, ist die Tatsache, dass meine alten Freunde und Bekannten dort mit unser aller Lieblingsmusik fantastische, gemeinsame Stunden hatten.
Seine letzten.

I will never forget these days.

Stemmen

Sibbe, Ori, Ronny